Cham
Weder Jude, Christ noch Moslem

Vier Gründe, Cham zu lesen

1. Das intellektuelle Argument

Oft wirkt die Bibel widersprüchlich. Einmal heißt es: Du sollst nicht töten!, dann Es töte ein jeder seinen Bruder, Freund und Nächsten! Die Vertreter der Bibelkulte erklären das mit einer vermeintlichen Rätselhaftigkeit Gottes. Tatsächlich sind die "Widersprüche" aber logisch, wenn man die Bibel nüchtern untersucht. Cham weist nach, dass der angebliche Widerspruch von Glaube und Vernunft nur das Trugbild der Unvernunft Bibelgläubiger ist.

2. Das politische Argument

Hitlers Verbrechen waren so abscheulich, dass ihn der Zeitgeist als Fremdkörper sieht, mit dem die jüdisch-christliche Kultur nichts zu tun hat. Das spaltet unser Weltbild entlang einer falschen Grenze und nötigt uns, uns moralisch für das kleinere Übel zu entscheiden. Tatsächlich war der Nationalsozialismus aber kein Gegenpol zur jüdisch-christlichen Kultur, sondern ihre pathologischste Entgleisung. Indem Cham die Spaltung aufhebt, wird der Blick frei zum Richtigen.

3. Das spirituelle Argument

Spiritualität ist ein Grundbedürfnis bewusster Individuen. Der politische Charakter der biblischen Bekenntnisse hat über Jahrtausende hinweg die Entwicklung einer wirklich religiösen Kultur behindert. Bis heute wird Religiosität daher meist mit Bibelglaube verwechselt. Da dieser jedoch nicht glaubwürdig ist, findet ein Großteil der heutigen Menschen in der christlich geprägten Kultur keine spirituelle Heimat. Cham zeigt auf, dass biblische Bekenntnisse politische Parteien sind, die ihren Machtanspruch durch vorgetäuschte Religion begründen. So ermuntert das Buch den Leser dazu, seine Religiosität aus der Hand der Kulte, die sie unterschlagen, in die eigene Obhut zurückzunehmen.

4. Das "erotische" Argument

Die christliche Unterdrückung der Erotik über 1500 Jahre hat eine Menge Lebensglück verhindert. Trotz ihrer Allgegenwart in der Öffentlichkeit wird Erotik auch weiterhin kaum kultiviert. Sie wird vom Kommerz bloß missbraucht. Das erotische Unglück ist daher immens. Die christliche Knebelung der Erotik fiel jedoch nicht vom Himmel. Sie war eine Folge des mosaischen Völkermords an den Kanaanitern. Moses' Vorsatz zum Völkermord hat die frühe israelitische Führung dazu gebracht, die erotisch freiere Kultur der Kanaaniter zu verteufeln. Über Jesus und Paulus hat die Verteufelung des Eros Europa erreicht und eine Lawine neurotischer Entwicklungen verursacht. Indem Cham den Zusammenhang belegt, trägt es dazu bei, das Gottesgeschenk der Erotik aus seinem Kerker zu befreien.