Cham / Weder Jude, Christ noch Moslem

©2009
Books on Demand, ISBN 978-3-8370-5222-0, Paperback, 332 Seiten.

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Wie kam es zu diesem Buch?
Vier Gründe, Cham zu lesen
Zur Frage der Geschichtlichkeit
Warum sind judaistische Ideen zurückzuweisen?

Kontrapunkt:
Cham ergreift Partei. Es steht auf der Seite derer, die unter den biblischen Religionen zu leiden hatten. Was parteiisch ist, ist ungerecht. Cham betont den Schaden, den das biblische Weltbild angerichtet hat. Es befasst sich nicht mit seinem Nutzen. Niemand weiß, ob die Geschichte ohne den Einfluss der biblischen Kulte nicht tragischer verlaufen wäre, als sie ist.

Glaube und Gesundheit
Dogmatische Religiosität und ihre Folgen

Cham
Weder Jude, Christ noch Moslem
© Michael Depner
  1. Was ist Cham?
  2. Kernthesen
  3. Einführung
  4. Kapitelübersicht
    1. 4.1. Altes Testament
    2. 4.2. Neues Testament
    3. 4.3. Neuzeit
  5. Texteigenschaften und Methode
  6. Quellen

1. Was ist Cham?

Cham vergleicht die Weltanschauung des Nationalsozialismus mit den Glaubens­vorstellungen der Bibel. Das Buch belegt Parallelen zwischen der jüdischen und der nationalsozialistischen Weltanschauung. Das Judentum ist daher nicht nur das tragische Opfer des Nationalsozialismus. Es ist auch einer seiner Weichensteller.

2. Kernaussagen

3. Einführung

Aktueller Bezug zum Islam
Aktuelle Bedeutung bekommt die Kritik Chams an der biblischen Tradition durch die Expansion des Islam, der überall dort, wo er vordringt, fundamentale Freiheiten bedroht. Aus der Masse seiner Mitläufer heraus bezeichnet der Islam Andersdenkende als SchmutzSura 9, 28-29:
...nur Schmutz sind die Götzendiener... Bekämpfet, die an Gott nicht glauben...
oder Vieh.Sura 8, 22:
Wahrlich, schlimmer als die Tiere sind bei Gott die Tauben und Stummen, die nicht begreifen.
Er schüchtert sie ein oder bringt sie um. Was betreffs der alttestamentarischen Ideen zu sagen ist, gilt für die koranischen ohne Abstrich. Deshalb ist Cham auch als Beitrag zur Diskussion um den Islam und das Aufkommen islamkritischer Reaktionen zu sehen, die der Aggression des Islam antworten....und deren antidemokratischem Flügel seinerseits eine Gefahr für die Freiheit inneliegt.

Bei der Kritik an menschenverachtenden Weltanschau­ungen reicht es nicht, ins Blattwerk zu schlagen. Es bedarf einer Disziplin, die unbeirrt von Äußerlichkeiten auf Wurzeln verweist; und die Wurzeln des National­sozialismus liegen in der abrahamitischen Tradition. Falls Europa der Mut fehlt, den Islam als Feind seiner Werte zu sehen, wird es seine Feigkeit büßen.

Noah hatte drei Söhne: Cham, Sem und Japhet. Als Noah betrunken im Zelt lag, wies Cham auf die Blöße seines Vaters hin. Sem und Japhet schauten weg. Das war der Ausgangspunkt einer Entwicklung, die Unheil über die Menschheit gebracht hat; denn dieser Mythos bestimmte die Regeln einer Kultur, die Unterwerfung zur religiösen Pflicht erklärt. Gehorsam ist für die Bibel das Erste Gebot.

Weil Cham auf den Fehler seines Vaters hinwies, verstieß ihn Noah in die Knechtschaft Sems. Im biblischen Weltbild gilt Cham als Stammvater der Völker Kanaans, Sem als der des "auserwählten Volkes", das im Auftrag Moses' Kanaan besetzte. Dabei hat das "auserwählte Volk" an den Kanaanitern einen als Endlösung geplanten Völkermord vollstreckt. So steht es in der Bibel.

Bis heute ist das moralische Denken Europas von einer Tradition geprägt, die das Unrecht dieses Völkermords verleugnet. Mehr noch: Die Tradition hält einen neuen Völkermord, die Apokalypse, für ein notwendiges Übel beim Übergang in die endgültig gerechte Ordnung der Welt.

Hitler ist im Klima dieses Glaubens groß geworden. Er hat aus der biblischen Tradition heraus den Mythos eines neuen "Herrenvolks" entworfen. Dabei hat er wesentliche Merkmale des Bilds vom "auserwählten Volk" für die eigene Sache übernommen; einschließlich der Vorstellung, dass auch das neue "Herrenvolk" beauftragt ist, ein anderes, ein "abgrundtief frevelhaftes", auszulöschen.

Zwar stand der Nationalsozialismus dem Judentum als blanker Feind entgegen, sein Credo ging jedoch ebenso aus ursprünglich judaistischen Lehrsätzen hervor, wie sein Hass ein Ergebnis christlicher Unredlichkeit war. Hätte Europa den Mythos vom gerechten Mord Israels an den Kanaanitern niemals nachgebetet, hätte es weder das Dritte Reich noch dessen Völkermord an den Juden gegeben. Der Völkermord an den Juden war ein Echo des mosaischen Aufrufs zum Mord an den Völkern Kanaans.

4. Kapitelübersicht

Cham besteht aus drei Abschnitten: Altes Testament, Neues Testament, Neuzeit.

4.1. Altes Testament

Der erste Abschnitt beschreibt die Vorgänge, die zur Machtergreifung Moses' und zum Vernichtungskrieg gegen Kanaan führten. Dabei geht er konsequent davon aus, dass Moses nicht von Gott beauftragt war. Genau das lässt sich anhand der Bibel belegen. Des Weiteren beschreibt er, wie sich der Glaube trotz des Scheiterns der mosaischen Verheißung durch Gewalt am Leben hielt und als Mittel seines Selbstbetrugs die messianische Erwartung schuf.

4.2. Neues Testament

Der zweite Abschnitt beleuchtet die biblischen Ereignisse der Zeitenwende. Er beschreibt Jesus als überzeugten Judaisten. Er belegt, dass dessen Aufruf zur Feindesliebe ein taktisches Manöver war und das biblische Konzept der Nächstenliebe den Totschlag des Anderen immer schon mitdachte. Durch den Vergleich des Neuen mit dem Alten Testament deckt er Manipulationen auf, mit denen Paulus die Grundmuster des judaistischen Denkens auf die Völker Europas übertrug.

4.3. Neuzeit

Der dritte Abschnitt befasst sich mit der Neuzeit. Er belegt durch Zitate aus dem Mund Hitlers die Verwandtschaft zwischen dem jüdisch-christlichen Glauben und der nationalsozialistischen Ideologie. Er untersucht, wie die Kirche der Neuzeit, nach dem Völkermord an den Juden, die antiken Morde ihrer Gründerväter beurteilt. Dabei wird klar, dass der biblische Glaube Inhalte vermittelt, die der Botschaft der Liebe unvereinbar gegenüber stehen.

5. Texteigenschaften und Methode

Das Buch ist als fiktiver Prozess gegen Hitler vor dem Jüngsten Gericht konzipiert. Dabei sind Akteure der biblischen Mythen sowie ein Vertreter der Kirche als Zeugen geladen.

Anhand von Zitaten aus allen Kapiteln der Bibel, einem katholischen Begleittext sowie Aussagen Hitlers belegt das Buch seine Thesen. Es ist in neun Kapitel gegliedert und umfasst 332 Seiten.

6. Quellen

Soweit nicht anders gekennzeichnet, entstammen die Bibelzitate und die Zitate des katholischen Begleittextes der Familienbibel aus dem Verlag des Borromäusvereins Bonn von 1966 (Die Heilige Schrift / Familienbibel / Altes und Neues Testament).

Die Zitate aus dem Koran entstammen der Übersetzung von Lazarus Goldschmidt aus dem Jahr 1916 (Komet-Verlag, ISBN 3-933366-64-X).

Die Zitate aus dem Mund Hitlers entstammen dem Buch Der Glaube des Adolf Hitler - Anatomie einer politischen Religiosität, von Friedrich Heer, Amalthea Verlagsgesellschaft, 1998, ISBN 3-85002-415-6.